WM 2014: Schweiz beendet Qualifikation ohne Niederlage

Die Schweiz hat sich zum dritten Mal in Folge für eine WM-Endrunde qualifiziert. Nach dem Achtelfinale bei der WM 2006 in Deutschland und dem Vorrunden-Aus bei der WM 2010 in Südafrika wollen die Eidgenossen im nächsten Sommer in Brasilien für Furore sorgen, wie Trainer Ottmar Hitzfeld nach Abschluss der Qualifikation erklärte und zugleich vom Viertelfinale sprach.

Der letzte Einzug ins Viertelfinale der Schweiz liegt schon einige Zeit zurück und gelang 1954 im eigenen Land. Aktuell scheint die Nati aber durchaus dazu in der Lage, erstmals wieder unter die letzten Acht vorzudringen. Vielversprechende junge Spieler mit riesigem Potential wie Fabian Schär, Xherdan Shaqiri oder Granit Xhaka wecken bei den Fans sogar die Hoffnung auf eine ganz große Überraschung.

Zumindest die Qualifikation hat die Hitzfeld-Elf sehr souverän gemeistert, dabei aber sicherlich auch von einer günstigen Auslosung profitiert. Denn während sich in anderen Gruppen etwa Schwergewichte wie Spanien und Frankreich oder Russland und Portugal duellierten, waren die Gegner der Schweiz mit Norwegen, Slowenien, Albanien, Zypern und dem letztlich auf Rang zwei gelandeten Island nicht die ganz schweren Brocken. Dennoch ist es respektabel, dass die Schweiz kein einziges Spiel verloren hat und sich auch nur dreimal mit einem Remis begnügen musste.

Beeindruckend war im Laufe der Qualifikation auch, dass sich die Schweiz von kleineren Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen ließ. Dem 0:0 auf Zypern ließ die Schweiz im nächsten Spiel einen 1:0-Erfolg gegen die Auswahl der Mittelmeerinsel folgen und nur wenige Tage, nachdem gegen Island ein scheinbar sicherer 4:1-Vorsprung noch verspielt wurde, fuhren die Eidgenossen einen enorm wichtigen 2:0-Sieg in Norwegen ein.

Auch die Tatsache, abgesehen vom Remis auf Zypern sämtliche Auswärtsspiele gewonnen zu haben, zeugt von der Reife der eigentlich noch jungen Mannschaft, die aber mit Torhüter Diego Benaglio und den Mittelfeldspieler Valon Behrami und Gökhan Inler durchaus auch über erfahrene Korsettstangen verfügt. Insbesondere vor einem fanatischen Publikum in Albanien am vorletzten Spieltag kühlen Kopf zu bewahren und mit einem 2:1 in Tirana vorzeitig das WM-Ticket zu lösen, ist hoch zu bewerten.

In den kommenden Monaten bis zur WM-Endrunde, bei der die Schweiz sogar darauf hoffen darf, zu den Teams in Lostopf eins zu gehören, muss Coach Hitzfeld zwar noch an der Feinabstimmung arbeiten, doch gelingt dies, sollte man die Nati auf der Rechnung haben.

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