Die Schweiz auf dem Weg zur WM 2014 – Hitzfeld-Elf mit guten Karten

Bei der WM 2010 sorgte die Schweiz für den ersten großen Paukenschlag, als die von Ottmar Hitzfeld trainierten Eidgenossen in ihrem ersten Gruppenspiel gegen den späteren Weltmeister Spanien völlig überraschend mit 1:0 gewannen. Die Euphorie dieses zugegebenermaßen eher glücklich zustande gekommenen Erfolges konnte die Schweiz aber nicht in die nächsten Partien retten und schied hinter Spanien und Chile bereits nach der Vorrunde aus.

Anschließend verpasste die Schweiz als Gruppendritter hinter England und Montenegro auch die Qualifikation für die EM 2012 in Polen und der Ukraine, aber dennoch durfte Hitzfeld weitermachen, was sich nun auszuzahlen scheint. Nach sechs von zehn Spielen ist die Schweiz bei der Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien jedenfalls klar auf Kurs und führt die Gruppe E mit vier Punkten Vorsprung vor Albanien sowie fünf Zählern auf Island und sechs auf Norwegen an.

Schon nach dem anstehenden Doppelspieltag im September mit den Partien gegen Island und in Norwegen könnte die Schweiz bei gutem Verlauf das Ticket gen Brasilien lösen. Gelingt dies nicht, bleiben der Hitzfeld-Elf im Oktober in Albanien und gegen Slowenien zwei weitere Chancen, wobei eine frühzeitige Qualifikation die Nerven beruhigen würde.

Die Voraussetzungen scheinen jedenfalls günstig, profitiert Trainer Hitzfeld doch nun von der exzellenten Nachwuchsarbeit in den vergangenen Jahren. In einem grundsätzlich sehr jungen Kader gehören Akteure wie der erst 21 Jahre alte Xherdan Shaqiri vom FC Bayern München längst zu den Leistungsträgern ohne ihr Potential bereits ausgeschöpft zu haben. Dies gilt insbesondere auch für den bei Borussia Mönchengladbach noch nicht wirklich glücklich gewordenen Granit Xhaka, der dennoch als einer der größten Mittelfeldhoffnungen der Schweiz gilt.

Neben den vielen vielversprechenden Talenten, zu denen auch Ricardo Rodriguez vom VfL Wolfsburg, Valentin Stocker und Fabian Schär vom FC Basel oder Haris Seferovic vom AC Florenz zu zählen sind, verfügt die Schweiz aber auch über einige gestandene Spieler wie Diego Bengalio, Johan Djourou oder Gökhan Inler, die auch bei einer möglichen Endrunde in Brasilien eine wichtige Rolle einnehmen würden.

Alles in allem dürfte für die Schweiz bei normalem Verlauf der letzten vier Spieltage in Sachen WM-Qualifikation nicht mehr allzu viel schief gehen, wobei sicherlich auch nicht unerwähnt bleiben darf, dass es schwierigere Gruppengegner hätte geben können.