Challenge League: Saison 2016/17 sehr prominent besetzt

Ähnlich wie der Super League, in der der FC Basel wieder einmal sehr frühzeitig als Meister feststand, hielt sich auch in der Challenge League die Spannung an den letzten Spieltagen in Grenzen. Während der FC Lausanne-Sport der Konkurrenz an der Spitze schon früh enteilt war und letztlich auch deshalb schon Anfang Mai den Aufstieg feiern durfte, weil alle Verfolger mit Ausnahme des FC Aarau keine Lizenz für die Super League erhalten hätten, wurde am anderen Ende der Tabelle dem FC Biel-Bienne Ende April die Lizenz entzogen, womit auch die Frage nach dem Absteiger klar war.

Auf die neue Saison 2016/17, die am 22. und 23. Juli startet, darf man aber nun mit reichlich Vorfreude vorausblicken, ist die Super League doch so prominent besetzt wie selten zuvor. „Vielleicht erhält sie nun die Resonanz, die wir uns schon immer erwünscht haben“, brachte SFL-Präsident Heinrich Schifferle seine Hoffnung auf eine hochspannende Saison zum Ausdruck, die angesichts einiger großer Namen wohl auch bei den Fans im Stadion und an den TV-Bildschirmen zu einer deutlich erhöhten Resonanz führen wird.

FC Zürich startet als Top-Favorit und Europa-League-Teilnehmer

Prominentestes Team in der Saison 2016/17 ist natürlich der FC Zürich, der am Ende den Abstieg nicht mehr vermeiden konnte. Der FCZ holte allerdings vier Tage nach dem Sturz in die Zweitklassigkeit durch ein 1:0 gegen den FC Lugano noch den Pokal und startet damit als Zweitligist in der Europa League. Und das vermutlich mit Uli Forte auf der Bank, der im Endspurt als dritter Trainer der Saison nach Urs Meier und Sami Hyypiä den Karren auch nicht mehr aus dem Dreck ziehen konnte. Forte machte aber nach dem Abstieg schnell klar, seine erst begonnene Arbeit gerne fortsetzen zu wollen: “Es wäre für mich eine Challenge, den FCZ wieder nach oben zu führen.“

Gut möglich also, dass der Coach bleibt, was indes sicher nicht für alle Leistungsträger gelten wird. Doch auch wenn der eine oder andere Spieler Zürich verlassen sollte, ist klar, wer als Top-Favorit auf den Aufstieg in die neue Saison geht. Ein Spaziergang zurück in die Super League dürfte es für den FCZ allerdings auch nicht werden. So darf man davon ausgehen, dass der diesmal nach völlig verpatzter Vorrunde nur auf dem vierten Platz gelandete Vorjahresabsteiger FC Aarau ebenfalls den Aufstieg im Visier haben wird.

Servette Genf kehrt zurück

Und auch das zweitplatzierte Neuchatel Xamax sowie der FC Wil als Tabellendritter dürften wieder ein Wörtchen um den ersten Platz mitreden wollen. Für zusätzlichen Esprit sorgt derweil der Aufstieg von Servette Genf. Der Traditionsklub hat nach dem Lizenz-Entzug vor einem Jahr einen Durchmarsch durch die Promotion League hingelegt und stand schon fünf Spieltage vor Schluss als Rückkehrer fest. Die Challenge League soll für den 17-fachen Meister indes auch nicht zum dauerhaften Aufenthaltsort werden. Ob es aber schon reicht, um den Aufstieg in die Super League ins Visier zu nehmen, bleibt abzuwarten.

Challenge League Ergebnisse.