Europapokal: Große Hürden für Basel und Bern

Wenn Mitte Februar auch der internationale Fußball in seine zweite Saisonhälfte startet, halten mit dem FC Basel in der Champions League und den Young Boys Bern in der Europa League noch zwei Mannschaften die Fahne der Schweiz hoch. Für die beiden Klubs geht es dabei nicht nur um den eigenen Erfolg, sondern in der Fünfjahreswertung der UEFA auch um wichtige Punkte für die Super League.

Als aktueller Elfter der Rangliste hätte die Schweiz auch in der übernächsten Saison einen direkten Platz in der Champions League, einen in den Play-Offs sowie zwei in der Europa League sicher. Schon ab Rang 13 ginge indes der feste Platz in der Gruppenphase der Königsklasse verloren, was vor allem Serienmeister FC Basel mit aller Macht vermeiden will. Und die Chancen stehen gut, ist der Schweizer Vorsprung auf Griechenland und Tschchien doch schon enorm. Überdies ist kein tschechisches Team mehr im Rennen und Griechenland stellt mit Olympiakos Piräus auch nur noch einen Teilnehmer, der in der Europa League gegen Dnipro Dnipropetrowsk aber eine lösbare Aufgabe vor der Brust hat. Daher wären weitere Punkte durch Basel und Bern zumindest eine Absicherung für den Fall, dass Piräus noch richtig durchstartet.

Champions League: FC Basel trifft auf den FC Porto

Den FC Basel hätte es bei der Auslosung des Achtelfinales der Champions League sicherlich weitaus schlimmer treffen können als mit dem FC Porto, der vielleicht sogar der auf dem Papier schwächste aller Gruppensieger ist. Nichtsdestotrotz haben die Portugiesen in der Vergangenheit ihre Klasse mehrfach demonstriert und sind ein alles andere als einfacher Gegner. Verstecken muss sich Basel aber nicht, schließlich wurde in der Vorrundengruppe niemand geringeres als der große FC Liverpool auf Platz drei verwiesen. Nur Real Madrid war für den Schweizer Meister eine Nummer zu groß, während Ludogorez Rasgrad aus Bulgarien den letzten Platz belegte. Ein kleiner Nachteil für Basel ist es allerdings, das Heimspiel am 18. Februar zu Hause auszutragen und dann am 10. März im Estadio do Dragao ran zu müssen.

Nicht geschafft in die Gruppenphase der Champions League hat es der Grasshopper-Club Zürich, der als Vize-Meister in die Qualifikation musste und darin gegen den OSC Lille nicht ganz unerwartet den Kürzeren zog. Dass die damals noch vom mittlerweile in die Türkei abgewanderten Michael Skibbe trainierten Grasshoppers auch in den Play-Offs zur Europa League am FC Brügge scheiterten, war dann aber schon eine Enttäuschung, wenngleich die Belgier sicher einer der stärkeren Gegner im Lostopf waren.

Europa League: Zürich gescheitert, Bern gegen Everton

Besser als der Lokalrivale machte es in den Play-Offs zur Europa League der FC Zürich, der sich gegen Spartak Trnava aus der Slowakei durchsetzte und so in die Gruppenphase einzog. Mit Borussia Mönchengladbach und dem FC Villarreal erwischte der FCZ aber gleich zwei Hochkaräter, an denen es kein Vorbeikommen gab, obwohl Villarreal zu Hause geschlagen (3:2) ud auch Gladbach (1:1) ein Punkt abgetrotzt werden konnte. Letztlich war die 2:3-Niederlage beim vierten Gruppengegner Apollon Limassol mitausschlaggebend dafür, dass am Ende nur der undankbare dritte Platz stand.

Sogar zwei Qualifikationsrunden zu meistern hatten die Berner Young Boys, die zunächst den zyprischen Underdog Ermis Aradippou eliminierten und dann auch gegen VSC Debrecen aus Ungarn die Oberhand behielten. In der Gruppenphase war es dann bis zum letzten Spieltag ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Sparta Prag um den zweiten Platz hinter dem SSC Neapel, das die Young Boys mit einem abschließenden 2:0-Heimsieg für sich entscheiden konnten.

In der Zwischenrunde geht es für die Young Boys zunächst am 19. Februar zu Hause gegen den FC Everton, ehe eine Woche später das Rückspiel im Goodison Park steigt.

Nachbericht zum Spiel Basel – Porto.