FC Zürich steigt ab und spielt doch international

Die Spannung an der Tabellenspitze der Schweizer Super League hielt sich im Endspurt wieder einmal in Grenzen. Und das aus altbekannten Gründen. Schon frühzeitig hat der FC Basel die Konkurrenz distanziert und seine siebte Meisterschaft in Serie unter Dach und Fach gebracht. Letztlich lag das Team von Trainer Urs Fischer, der seinen ersten Titel feierte, satte 14 Punkte vor den Young Boys Bern, die als Tabellenzweiter die Chance haben, sich über die Qualifikationsrunde die Teilnahme an der Champions League zu sichern.

Young Boys hoffen auf die Champions League

Die Young Boys waren ihrerseits die klare Nummer zwei in der abgelaufenen Spielzeit und lagen unter dem Strich 15 Punkte vor dem drittplatzierten FC Luzern, der genau wie der Grasshopper Club Zürich in der Europa League startet.

Knapp verpasst hat die Qualifikation für Europa hingegen der FC Sion, der in der Vorsaison als Pokalsieger dabei war und nun drei Zähler hinter den Grasshoppers auf Rang fünf landete. Dahinter bildeten der FC Thun und der FC St. Gallen das kleine Mittelfeld, das relativ frühzeitig weder mit oben noch mit unten etwas zu tun hatte.

Der FC Vaduz auf Rang acht war ebenfalls frühzeitig gesichert, landete aber am Ende lediglich vier Zähler vor dem FC Zürich, den es an einem zumindest in Sachen Abstiegskampf spannenden letzten Spieltag erwischte. Der FCZ, der eigentlich die Qualifikation für Europa als Ziel ausgegeben hatte, besiegte Vaduz zwar mit 3:1, blieb aber dennoch Tabellenschlusslicht, weil der FC Lugano ebenfalls mit 3:0 gegen den FC St. Gallen gewann und so einen Zähler vor Zürich blieb.

FC Zürich gewinnt den Pokal

Europäisch ist der FC Zürich, den nach den Entlassungen von Urs Meier und Sami Hyypiä im Endspurt mit Uli Forte auch der dritte Trainer der Saison nicht mehr retten konnte, in der kommenden Spielzeit aber dennoch dabei. Denn vier Tage nach dem Abstieg aus der Super League triumphierte der FCZ im Pokalfinale mit 1:0 just gegen den FC Lugano. Sangone Sarr erzielte kurz vor der Pause das Tor für die Forte-Elf, die den bitter enttäuschten Anhang damit indes nur teilweise versöhnen konnte. Klar ist, dass die individuell eigentlich für den Abstiegskampf viel zu starke Mannschaft kommende Saison den direkten Wiederaufstieg in Angriff nehmen wird – allerdings vermutlich ohne den einen oder anderen Akteur, haben doch mehrere Profis schon andernorts Interesse geweckt.

Für Zürich spielt in der neuen Saison der FC Lausanne-Sport in der Super League, der sich souverän den Aufstieg sicherte. Los geht es in der neuen Saison bereits knappe zwei Wochen nach dem EM-Finale. Sowohl in der Super League als auch in der Challenge League ist der erste Spieltag für den 22. und 23. Juli angesetzt.

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